Burgstall Hürgerstein

Von der ehemaligen Burg Hürgerstein exitieren nur noch vereinzelte Mauerreste. Wie bei den meisten Felsspornburgen besitzt auch die Burg Hürgerstein einen gut erkennbaren Halsgraben. Bei genauem Hinschauen lassen sich noch historische Dachziegelreste und wenige

Der Burgstall Hürgerstein liegt nur wenige hundert Meter nordwestlich der Domäne Falkenstein und 2 km nordöstlich von Dettingen. Diese Nähe zu Dettingen lässt auch die Vermutung zu, dass die Gründung der Burg Hürgenstein auf eine Adelsfamilie aus Dettingen hinweist.
Mitte des 15. Jahrhunderts ging der Burgstall Hürgerstein in den Besitz des Klosters Anhausen über.

Der schönste Weg zum Hürgerstein führt vom Kloster Anhausen über den Albvereinsweg HW4 bis zur Domäne Falkenstein.

Buckelquader an der Burgstelle Hürgerstein

Die Buckelquader wurden hauptsächlich in der Stauferzeit verwendet und sind ein Symbol königlicher Macht. Neben den optischen besitzen die Buckelquader  auch wichtige strategische Eigenschaften. Während bei einem Beschuss auf eine glatte Steinoberfläche die gesamte Energie direkt auf den Stein einwirkt, wird bei einem Buckelquader (gewölbte Oberfläche) das Wurfgeschoss abgelenkt und die Einschlagsenergie verringert.
Auf der Abbildung ist auch gut der übliche Randschlag (ca. 5 cm breit) zu erkennen.
Zahlreiche Burgen auf der Schwäbischen Alb enstanden zwischen den 12. und 13. Jahrhundert, was wiederum mit der Zeit der großen Staufer übereinstimmt.

Halsgraben am Hürgerstein

Markanter Halsgraben am Hürgerstein.

Ein Halsgraben ist gleichbedeutend mit einem Burggraben. Bei einer Spornburg genügt ein Halsgraben um den Burgbereich vom flacheren Gelände abzuschneiden um somit einen evtl. Angriff abzuwehren zu können.

Dachziegelreste

Dachziegelreste in der klssischen Form Mönch & Nonne

Wo befindet sich eigentlich der Hürgerstein?

Nur wenige 100 m nördlich vom Falkenstein befinden sich 2 Felsformationen. Selbst in alten Karten sind diese Felsen nicht mit Namen eingetragen.  Der nördlichste dieser zwei Felsen weist einen markanten Halsgraben und zahlreichen Dachziegelreste auf, wobei der südlichere Felsen keine sichtbaren Anzeichen einer abgegangenen Burg und keinen Burggraben aufweist.  
Genau an diesem südlichen Felsen ist jedoch das Hinweisschild zum Hürgerstein angebracht. Am besten macht man sich vor Ort ein eigenes Bild und orientiert sich an den historischen Hinweisen.

Auf der unten stehen Abbildung sind diese 2 Felsformationen eingezeichnet und beschrieben.

Burgstall Hürgerstein

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Blick vom Hürgerstein auf das Eselsburgertal

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