Ruine Kocherburg

Die erste Gründung der Kocherburg dürfe etwa im 11. Jahrhundert erfolgt sein. Durch den stetigen Ausbau dieser Burganlage sind exakte Datierungen kaum möglich. Die erste urkundliche Erwähnung stammt zu Beginn des 14. Jahrhunderts mit der Erwähnung von Konrad von Ahelfingen.

Ende des 15. Jahrhunderts wird die Kocherburg zum Sitz des Fürstprobst Johann von Hürnheim. Vergleicht man Scherbenreste von der Kocherburg mit Scherbenreste aus der näheren Umgebung von Hürnheim (Ruine Niederhaus und Ruine Flochberg) so kann doch sehr deutliche Gemeinsamkeiten bei der Glasierung und Form erkennen.

Im Jahre 1627 erfolgt der Umbau zum Renaissanceschloss, bereits 18 Jahre wurde dieser Neubau durch schwedische Truppen im 30-jährigen Krieg zerstört. In diesem 30-jährigen Wahnsinn wurden im Ries und auf der Alb zahreiche Befestigungsanlagen zerstört bzw. geplündert.

Zu dieser Zeit waren zahlreiche Burgen und Ländereien im Besitz der Klöster und so wurden einige dieser Anlagen für den Abbruch freigegeben. Mit dem Steinmaterial wurden oftmals neue Kirchen, Amtssitze und Klöster aufgebaut und verstärkt. Auch in Unterkochen wurden zahlreiche Buckelquader von der Kocherburg verbaut.

Eine ganz wichtige und engagierte Arbeit hat die Initiative Ruine Kocherburg (INKO) in den vergangenen Jahren geleistet und die Kocherburg vor weiterem Verfall bewahrt.

Seit 2008 werden umfangreiche Sanierungsarbeiten und archäologisch begleitete Ausgrabungen auf der Kocherburg durchgeführt. Aktuell wurde auf der Südseite ein Mauerstück mit Buckelquadern freigelegt und die östliche Schildmauer saniert. Bei einer Mauerstärke von 4 Metern kann man die strategische Anforderung an dieses Verteidigungsbauwerk sehr gut erkennen.

Ruine Kocherburg

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